Teilprojekt 4 – Leibniz-Institut für Bildungsmedien|Georg-Eckert-Institut

Erziehungs- und Kulturwissenschaften

Pitch

Neben der Schule gibt es viele andere Orte, an denen Kinder und Jugendliche lernen und Kompetenzen entwickeln können. (Fab-)Labs und Makerspaces können als außerschulische Bildungsorte den Zugang zu ganz unterschiedlichen digitalen Medien und modernen Technologien, aber auch weiteren (analogen) Werkstatt-Materialien eröffnen. Im FabLab ist Digitalität eine inhärente Voraussetzung und ein Ausgangspunkt für die Produktion greifbarer und nicht-virtueller Artefakte. Wichtig sind kritisches Denken, das Stellen von Fragen, das Aufwerfen von Problemen, das Machen von Fehlern und das Reflektieren und Verstehen von Technologie. (Fab-)Labs sind durch digital-analoge, aber auch soziale, kulturelle, politische, pädagogische und wirtschaftliche Logiken und Strukturen geprägt. Deshalb konzeptualisieren wir sie als soziotechnische Konfigurationen und postdigitale Bildungskontexte. Aber was passiert eigentlich in FabLabs, wenn dort Bildungsaktivitäten stattfinden? Und wie kann die Zusammenarbeit zwischen den Praxisfeldern ‚FabLab‘ und ‚Schule‘ gelingen?

Mission

Wir designen iterativ und partizipativ Bildungsangebote an der Schnittstelle von Labs/Making und gesellschaftlichen Schulfächern, mit einem Schwerpunkt auf Bildungsangebote für die Sekundarstufe I. Dabei haben wir einen doppelten Fokus: theoretisches Wissen zu generieren und praktisch relevante Bildungsangebote zu gestalten.

Gestaltungsfrage:

Wie können Bildungsangebote an der Schnittstelle von FabLab/Making und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern gestaltet sein, um die Praxisfelder ‘FabLab’ und ‘Schule’ zusammenzubringen und den reflexiven, gestaltenden Umgang mit Technologien bei den Teilnehmenden zu fördern?

Forschungsfrage:

Was passiert bzw. welche Prozesse zeigen sich in FabLabs als postdigitalen Bildungsorten? Wer partizipiert wie an was?

Bildungsangebot: Postdigital Storytelling

Im Bildungsangebot ‚Postdigital Storytelling‘ verknüpfen wir das Erzählen von Geschichten (‚Stories‘) mit Making im FabLab. Beispielsweise visualisieren die Teilnehmenden während des Bildungsangebots (für sich selbst bedeutsame) Stories, mittels der im FabLab vorhandenen analogen und digitalen Möglichkeiten in Form von Dioramen (Bühnenbildern). Anschließend verknüpfen sie diese Visualisierungen mit den Texten der Stories und überführen sie in ein Video.

Methoden

Im Rahmen eines qualitativen und partizipativem Design-Based-Research-Format nutzen wir designorientierte, partizipative und ethnographische (Forschungs- und Design-) Methoden, um in drei Design-Zyklen Erkenntnisse zu generieren:

Assoziiertes Projekt des LeibnizWissenschaftsCampus Postdigitale Partizipation Braunschweig


Kontakt

Doktorandin:
Katharina Poltze
Mail: katharina.poltze@leibniz-gei.de
Projektleitung:
Prof.’in Dr. Felicitas Macgilchrist
Tel: +49 (0)531 590 99 283
Mail: macgilchrist@leibniz-gei.de